Beratung & Begleitung

Unser Beratungsangebot

Wir beraten Betroffene, deren Bezugspersonen, Freunde und Bekannte, als auch Fachkräfte aus allen Bereichen, wie z.B. KiTas, Schulen oder Pflegepersonal

Der erste Schritt ist immer die Kontaktaufnahme. Rufen Sie uns jederzeit an. Außerhalb der Telefonzeiten können Sie eine Nachricht hinterlassen, wir rufen Sie zurück und geben Antwort auf Ihre Fragen oder vereinbaren einen gemeinsamen Termin.

Telefonische Sprechzeiten:
Mo: 11:00 – 12:00 Uhr
Di-Fr: 10:00 – 12:00 Uhr
Mi: 18:00 – 20:00 Uhr

Notfallkontakt

Hier finden Sie rund um die Uhr persönliche, anonyme und kostenlose Beratung:

Wir beraten Sie,

  • wenn Sie Fragen zum Thema haben.
  • wenn Sie als Freund*in, Angehörige*r oder Bekannte*r von Betroffenen Unterstützung brauchen oder Fragen haben.
  • wenn Sie als Fachkräfte Beratung für den Umgang mit Klient*innen oder eigene Unterstützung brauchen.
  • wenn Sie sich in einer Krise befinden.
  • wenn Sie Vergewaltigung, sexuelle Nötigung oder sexuelle Übergriffe jeglicher Art erlebt oder miterlebt haben.
  • wenn Sie am Arbeitsplatz oder im Alltag sexuell belästigt wurden.
  • wenn Sie sexuell missbraucht wurden, aktuell oder zurückliegend.
  • wenn Sie digitale Gewalt erfahren haben.

Es ist nicht wichtig,

  • ob Sie männlich, weiblich oder divers sind.
  • ob Sie selbst betroffen sind oder in Bezug zu einer betroffenen Person stehen.
  • ob Sie als Fachkraft persönlich oder beruflich Unterstützung im Bereich sexualisierte Gewalt benötigen.
  • in welcher Form die Tat erfolgt ist, direkt oder indirekt.
  • wie stark das Geschehene auf Ihnen lastet. Auch wenn Sie denken: „So schlimm ist es ja eigentlich nicht.“
  • ob es strafrechtlich relevant ist oder nicht.

Unsere Beratung ist

  • parteilich: Ihre Anliegen und Fragestellungen stehen im Mittelpunkt. Es geht um die Bewältigung traumatischer Erlebnisse und um Unterstützung und Begleitung in schwierigen Lebenssituationen, nicht um objektive Wahrheitsfindung.
  • vertraulich: Wir unterliegen der Schweigepflicht.
  • anonym: auf Wunsch anonym, Sie brauchen Ihren Namen nicht zu nennen
  • Ressourcenorientiert: Ihre Lebenssituation steht im Mittelpunkt. Ausgehend von Ihren individuellen Stärken suchen wir nach möglichen Lösungswegen und bieten Ihnen dabei die Unterstützung von therapeutisch ausgebildetem Fachpersonal.
  • Stabilisierend: Wir unterstützen bei der Bewältigung schwieriger Lebenssituationen, aufbauend auf Ihren Stärken und unter Berücksichtigung des sozialen Kontextes.
  • Interdisziplinär: Wir sind vernetzt mit einem multiprofessionellen Hilfesystem und bieten Begleitung und Weiterleitung zu benötigten weiterführenden Hilfen an.

Unser Beratungsangebot richtet sich an:

Betroffene von sexualisierter Gewalt:

  • Begleitung auf Ihrem jeweiligen Weg
  • Individuelle Unterstützung
  • Krisenintervention: Wir gehen gemeinsam mit Ihnen durch diese schwierige Zeit.
  • Stabilisierung: Wir suchen gemeinsam mit Ihnen einen Weg zu ihren Stärken und Potentialen.

Private Bezugspersonen:

  • Individuelle Beratung für Ihre eigenen Anliegen
  • Krisenintervention
  • Beratung, wie Sie die Person, die von sexualisierter Gewalt betroffen ist, unterstützen können
Kontaktieren Sie uns

Fachkräfte  

Wir beraten alle Fachkräfte und Institutionen, die mit dem Thema sexualisierte Gewalt konfrontiert werden (Bildungs- und Erziehungsbereich, Verwaltung, medizinische Berufsfelder etc.):

  • Unterstützung und Rat bei aktuellen Fällen
  • Allgemeine Informationen zu allen Themenspektren sexualisierter Gewalt
  • Einzelberatung, Gruppenberatung
  • Fachberatung und/oder Informationen (telefonisch/persönlich)
  • Auftragsklärung
  • Fallsupervision
  • Durchführung und Organisation von Helfer*innen-Konferenzen
  • Vernetzung und Zusammenarbeit im Hilfesystem

Interessierte:

  • Informationen und Materialien zum Thema sexualisierte Gewalt
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Unser Beratungsangebot im Überblick

Beratung, Krisenhilfe und Unterstützung für betroffene Personen

Für betroffene Personen aller Formen sexualisierter Gewalt werden telefonische und persönliche Beratungsgespräche und akute Kriseninterventionen angeboten. Im Zentrum stehen die individuellen Bedürfnisse und Ressourcen der Betroffenen.

Auch Betroffene, die unter posttraumatischen Belastungsstörungen oder anderen psychischen Belastungen leiden, bekommen Hilfe und Unterstützung. Je nach Bedarf und personellen Kapazitäten werden im Einzelfall auch intensive längere psychosoziale Begleitungen durchgeführt, um die Betroffenen im Alltag zu stabilisieren.

Beratungen zum Fonds sexueller Missbrauch

Beim „Fonds sexueller Missbrauch“ auf Bundesebene können Betroffene, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexuell missbraucht wurden, finanzielle Hilfen beantragen, wenn diese von anderen Hilfesystemen oder Kassen nicht oder nicht mehr finanziert werden.

In der Beratungsstelle verfügen zwei Mitarbeiterinnen über die erforderliche Fortbildung, um Betroffene bei der Antragsstellung zu beraten. Die Geschäftsstelle des Fonds führt die anerkannten Beratungsstellen auf ihrer Homepage. Für die Gewährung der Leistungen gibt es festgelegte Leitlinien (www.fonds-missbrauch.de).

Unsere Beraterinnen:

Portrait von M. Kornelia Kirf
Portrait von Fraya Meru

Begleitung von Betroffenen im Rahmen der bundesweiten Aufarbeitungskommission

Die unabhängige Kommission zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs untersucht Ausmaß, Ursachen und Folgen von sexuellem Missbrauch und gibt Betroffenen die Möglichkeit, in einem fachlich begleiteten Rahmen über erfahrenes Unrecht zu berichten.

Die Anhörungen werden im Bonner Raum von Rechtsanwältinnen durchgeführt. Auf Wunsch begleitet die Beratungsstelle die Betroffenen telefonisch und persönlich und bietet psychosoziale Unterstützung an (www.aufarbeitungskommission.de).

Beratung von Opfern und Angehörigen im Rahmen eines Strafverfahrens

Für Betroffene, die Anzeige erstattet haben oder überlegen, dies zu tun, bietet die Beratungsstelle Beratung und Unterstützung an. Es ist wichtig, sich möglichst schon vor einer Anzeigenerstattung zu informieren und eine rechtliche Beratung durch erfahrene Rechtsanwält*innen in Anspruch zu nehmen.

Psychosoziale Prozessbegleitung

Seit dem 1.1.2017 hat jede*r Verletzte einer Straftat das Recht auf Psychosoziale Prozessbegleitung. Die Begleitung erklärt die Abläufe des Strafverfahrens, macht mit den Rechten und Pflichten von Zeugen und Zeuginnen vertraut und vermittelt Bewältigungsstrategien und weitergehende Hilfsangebote. In bestimmten Fällen erfolgt auf Antrag eine Beiordnung durch das Gericht, das dann auch die Kosten der Begleitung trägt. Die Beratungsstelle bietet eine solche Begleitung für Opfer sexualisierter Gewalt ab 14 Jahren.

Für den Landgerichtsbezirk Bonn gibt es weitere Psychosoziale Prozessbegleiter*innen. Die Namen und Erreichbarkeiten sowie weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Justizministeriums NRW:

www.prozessbegleitung.nrw.dewww.nichtallein.nrw.deMaterialien für Erwachsene und Kinder zum Download

Unsere zertifizierten Beraterinnen:

Portrait von Heike Fröhlich
Portrait von M. Kornelia Kirf

Beratung von Bezugspersonen (Freund*innen, Bekannte, Familie)

Das Hilfsangebot der Beratungsstelle richtet sich nicht nur an betroffene Personen. Auch Angehörige, Freund*innen und sonstige Bezugspersonen können die Beratung in Anspruch nehmen. Dies betrifft sowohl Fragen und Hilfestellungen zur besseren Unterstützung der Betroffenen, als auch die Bewältigung der Belastungen der Bezugspersonen im Umgang mit dem Thema sexualisierte Gewalt. Angeboten werden auch systemische Familienberatungen und Paarberatungen.

Beratung von Fachkräften und Institutionen

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der Beratungsstelle ist die Beratung von Fachkräften und Institutionen aus unterschiedlichen Berufsbereichen. Die Mitarbeiterinnen leisten Hilfestellungen beim Umgang mit Betroffenen, erarbeiten gemeinsam mit den Fachkräften Strategien zur Unterstützung der Opfer und bieten Informationsberatung zu allen Themenspektren im Bereich sexualisierte Gewalt an. Darüber hinaus stehen Fallsupervisionen für Teams zur Verfügung.