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Es gab im Jahr 2025 viele Stellungnahmen, politische Aktionen und Versuche, den für viele Betroffene sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend wichtigen Fonds Sexueller Missbrauch zu erhalten.

Seit 2013 hat der Fonds existentielle Hilfen für Betroffene ermöglicht, die keine anderen staatlichen Leistungen erhielten. Nun ist es leider seit Ende November deutlich, dass im Haushalt 2026 keine Mittel eingestellt sind, obwohl sich die Bundesregierung im Koalitionsvertrag für den Erhalt des Fonds verpflichtet hat. Aber verbale Versprechungen wurden nicht mit Finanzen hinterlegt. Die Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt, die seit 12 Jahren Betroffene zur Antragsstellung berät und unterstützt und sich für den Erhalt eingesetzt hat, ist entsetzt und bewertet diese Entscheidung als weiteren Schritt, finanzielle Kürzungen gerade bei den Menschen anzusetzen, die ohnehin durch Folgen von Traumatisierungen sozial benachteiligt sind. Dieser Entschluss war buchstäblich retraumatisierend für eine Vielzahl von Menschen, deren zahlreiche Anfragen die Beratungsstellen in diesem Jahr kaum noch bewältigen konnten. Die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen hat dazu deutliche Worte gefunden:

KEINE WEITERFÜHRUNG DES FONDS SEXUELLER MISSBRAUCH – STATEMENTS MISSBRAUCHSBEAUFTRAGTE, KOMMISSION UND BETROFFENENRAT: beauftragte-missbrauch.de

Ein offener Brief der Bundeskoordinierung Spezialisierter Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend und zahlreicher bundesweit aktiver Verbände findet sich hier:

Offener Brief: BKSF und breites zivilgesellschaftliches Bündnis fordern die Absicherung des Fonds Sexueller Missbrauch (Bundeskoordinierung spezialisierter Fachberatungsstellen)